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adaptation selectionAnpassungsauslese (ger.)

  • selection chance selection
    1903

    Aus solchen Quellwerten steigen die Genies, die unschätzbaren Plusvarianten, die die fortschreitende Anpassungsauslese in der Menschheit so gut braucht wie sie in Tier und Pflanze die spontan auftauchenden zweckmäßigeren Körpervarianten unumgänglich brauchte.

    Bölsche, W. (1903). Das Liebesleben in der Natur. Eine Entwickelungsgeschichte der Liebe, Bd. 3: 297. 

    1903

    diesem Prinzip [scil. dem Prinzip der natürlichen Auslese der Passendsten] verdanken wir zweifellos den Menschen selbst, der das Ideal geradezu einer prachtvollen Anpassungs-Auslese darstellt.

    Bölsche, W. (1903). Naturforschung und Optimismus. Deutschland. Monatsschrift für die Gesamte Kultur 1, 459-479: 476.

    1923

    Bemerkt sei, daß Fischer Monogenist ist, doch glaubt, daß sich die Rassenscheidung schon in der Epoche der Menschwerdung vollzog, wobei er, das sei besonders betont, nicht etwa an die Abstammung von einem Paare, sondern an gleichgerichtete, durch eine bestimmte Umwelt bedingte Idiovariationen ähnlicher Individuen, verbunden mit schärfster Anpassungsauslese, denkt.

    Kraitschek, G. (1923). [Rev. Baur, E., Fischer, E. & Lenz, F. (eds.) (1921). Grundriß der menschlichen Erblichkeitslehre und Rassenhygiene, vol. 1. Menschliche Erblichkeitslehre]. Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien 53, 88-90: 89. 

    1929
    natürliche Anpassungsauslese
    Lochow, F. von (1929). Etwas über Forstpflanzenzüchtung. Der Züchter 1, 73-79: 74.
    1941

    Man hat nun die Auslesetheorie in letzter Zeit vor allem wegen des von Darwin in den Vordergrund gerückten Spezialfalles der Anpassungs-Auslese angegriffen. Selbstverständlich kommt die Anpassungsauslese nur für diejenigen Fälle in Betracht, wo die Nachfahren neue Anpassungsmerkmale erworben haben.

    Zimmermann, W. (1941). Grundfragen der Stammesgeschichte, erläutert am Beispiel der Küchenschelle. Der Biologe 10, 404-414: 412. 

    1943

    [Es] haben unter dem Einfluß Darwins vielfach Anhänger und Gegner der „Selektionslehre“ als „Auslese“ nur die eine Form des Auslesens, nämlich die Auslese des Lebenstüchtigeren, die „Anpassungsauslese“ ins Auge gefaßt. Gerade die heutige Selektionslehre (der sog. „Neodarwinismus“) erkennt aber ausdrücklich auch andere Ausleseformen an, z.B. die „Zufalls-„ oder „Situationsauslese“, d.h. den zufälligen Verlust von Mutanten ohne Rücksicht auf ihren Erhaltungswert

    Zimmermann, W. (1943). Die Methoden der Phylogenetik. In: Heberer, G. (ed.). Die Evolution der Organismen, 20-56: 49.

    1949
    Mutationen und Anpassungsauslese sind […] die einzigen bisher erkannten richtenden Faktoren, die zur Anpassung, d.h. zur Häufung zweckmäßiger Einrichtungen während der Phylogenie der Organismen geführt haben
    Zimmermann, W. (1949). Erkenntnistheoretische Grundsätze der Phylogenetik. Stud. Gen. 2, 41-52: 51.
    1953

    Der einzige bisher bekanntgewordene postmutativ richtende Faktor ist die Anpassungsauslese, so wie sie sich Darwin schon vorgestellt hat (die größere Chance der »zweckmäßigen« Organismen, zu überleben). Damit ist Darwins Grundannahme, seine Selektionslehre, bewiesen.

    Zimmermann, W. (1953). Evolution: 533.