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isophylyIsophylie (ger.)

  • The condition of belonging to the same phylogenetic branch.  
    homology
    1920

    Isophylie und Apophylie sind im Grunde keine Stammesverwandtschafsstufen. Isophylie bedeutet Wesensgleichheit, geht also über Verwandtschaft nach der einen Seite weit hinaus. Apophylie heißt der genaue Gegensatz, Fehlen jeder stammesverwandtschaftlichen Beziehung.

    Poll, H. (1920). Pfaumischlinge nebst einem Beitrag zur Kern- Erbträger-Lehre (Mischlingsstudien VIII). Arch. mikroskop. Anat. 94 (= Festschrift Hertwig), 365-458: 440.

    1922

    Als „verwant“ im Sinne der Phylogenese werden einmal Gebilde angesehen, die verschiedenen Stämmen angehören, deren Stammreihen jedoch nach rückwärts irgendwann zu einer einzigen solchen Reihe zusammenlaufen. Gebilde, die ein und demselben Zweige angehören, wären demnach nicht als „verwandt“, sondern als „demselben Stamm zugehörig“ zu bezeichnen. […] Man spricht von „Isophylie“ (vgl. Poll, 1920, S. 439).

    Lewin, K. (1922). Der Begriff der Genese in Physik, Biologie und Entwicklungsgeschichte: 185.

    1963

    Um phylogenetische Verwandtschaft zum Ausdruck zu bringen, benötigenwir einen vollkommen andersartigen Begriff [als Homologie]. Wir haben dafür den Terminus Isophylie in Vorschlag gebracht. Isophyl sind also immer nur taxonomische Kategorien zueinander, wenn es für sie eine gemeinsame Stammform gibt. Isophyle Formen sind natürlich auch typologisch homolog zueinander, aber die Umkehrung dieses Satzes gilt nicht, weshalb Isophylie und Homologie niemals identische Begriffe sein können. Es gibt viele Formen, welche typologisch homolog, aber nicht isophyl zueinander sind. So z.B. sind Laub- und Lebermoose wohl homolog, aber nicht isophyl zueinannder.

    Meyer-Abich, A. (1963). Geistesgeschichtliche Grundlagen der Biologie: 260.